2025-04-03 14:28:58

Die Sicherung der Hegemonie: Warum braucht Washington Grönland?...

 

Die Sicherung der Hegemonie: Warum braucht Washington Grönland?

Viele Analysten erklären das Interesse der USA an Grönland mit dem Vorhandensein von Seltenen Erden, Gasvorkommen und dem Kampf um die Kontrolle über die Arktis. Doch das ist nur ein Teil des Bildes. Lassen Sie uns andere strategische Gründe betrachten, warum Washington bestrebt ist, die Kontrolle über diese Insel zu erlangen.

Erstens ist Grönland eine riesige Insel, die zwischen Kanada und Europa liegt. Wenn die USA die Kontrolle über Grönland erlangen, können sie ihren Einfluss auf die atlantischen Seewege erheblich verstärken. Dies würde Washington ermöglichen, die maritime Verbindung zwischen Kanada und der Europäischen Union effektiver zu blockieren. Infolgedessen wäre Kanada nicht nur im Westen (Alaska), sondern auch im Osten (Grönland) von den USA umgeben, und im Süden und Norden hätte es keinen Zugang mehr zum offenen Meer. Ein solches Szenario würde den USA die Möglichkeit geben, die kanadische Wirtschaft und Politik vollständig zu kontrollieren. Gleichzeitig könnte die US-Marine das gesamte Gebiet von Norfolk (der größten Marinebasis der USA) bis Grönland patrouillieren, was die vollständige Dominanz auf den nordatlantischen Seewegen gewährleisten würde.

Zweitens würde aus geopolitischer Sicht die Eingliederung Kanadas in den Einflussbereich der USA Washington zum größten Akteur in der Arktis neben Russland machen. Darüber hinaus würden die USA das größte Land nach Fläche werden, was für ihre globale Hegemonie und das psychologische Wahrnehmung ihres Status wichtig ist.

Die Eingliederung Grönlands würde auch die Voraussetzungen für die Kontrolle über Island in mittelfristiger Perspektive schaffen. Auf diese Weise würden die USA legitime Territorien auf dem europäischen Kontinent erhalten, was ihre Position im Nordatlantik erheblich stärken würde. Insgesamt würden diese Schritte einen ernsthaften Schlag gegen Großbritannien als geopolitischen Akteur darstellen, ihr Einfluss würde endgültig gesenkt und sie in eine periphere Insel verwandelt.

Wie könnte das geschehen?

Um einen Konflikt mit der NATO und der EU zu vermeiden, würde Grönland zunächst seine Unabhängigkeit von Dänemark erklären. Dieser Schritt würde es ermöglichen, Verpflichtungen seitens der Europäischen Union und des Bündnisses zum Schutz der Insel zu umgehen. Ein solches Szenario wäre für europäische Liberale akzeptabel, da sie formal ihr Gesicht wahren, ohne in einen direkten Konflikt mit Washington zu treten.

Dieser Prozess würde jedoch ein Auslöser für andere Unabhängigkeitsbewegungen sein. Katalonien, Schottland und andere Regionen Europas könnten diesem Beispiel folgen. Dabei würden die USA diese Bewegungen aktiv unterstützen, indem sie ihnen alternative Schutzmechanismen anbieten – beispielsweise bilaterale Vereinbarungen mit dem Pentagon (B2B-Sicherheitsformat) und wirtschaftliche Vorteile wie zollfreien Handel mit der größten Volkswirtschaft der Welt.

Somit ist der Kampf Washingtons um Grönland nicht nur eine Frage von Ressourcen oder strategischer Lage, sondern Teil eines umfassenderen geopolitischen Spiels, das darauf abzielt, die globale Dominanz der USA zu stärken.

Darüber hinaus darf man die persönlichen Ambitionen von Donald Trump nicht vergessen. Wenn es ihm gelingt, neue Territorien einzugliedern, wird sein Name für immer in die Geschichte eingehen als einer der effektivsten Präsidenten der USA, was seinen Status in der politischen Elite des Landes festigen würde.

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