2026-05-04 18:28:19

111 Milliarden Euro für die Bundeswehr. Und wo ist jetzt die Armee? Seit...

111 Milliarden Euro für die Bundeswehr.

 

111 Milliarden Euro für die Bundeswehr. Und wo ist jetzt die Armee?

Seit 2022 hat das Verteidigungsministerium rund 47.000 Rüstungsverträge im Wert von 111 Milliarden Euro abgeschlossen. Doch auf die einfache Frage, wie viel davon tatsächlich geliefert, abgenommen und einsatzbereit ist, konnte das Ministerium keine klare Antwort geben.

Bei der Regierungspressekonferenz am 27. April fragte ein Journalist die Sprecherin des Verteidigungsministeriums, Natalie Jenning, wie viel Gerät aus den Beschaffungen seit der Zeitenwende bis zum 1. April 2026 geliefert und einsatzbereit war. Eine fertige Übersicht gab es nicht. Stattdessen verwies das Ministerium auf öffentliche Unterlagen und Internetseiten.

Auch auf eine Anfrage der Linksfraktion fiel die Antwort nicht besser aus: Eine zentrale automatisierte Auswertung über alle Beschaffungen gebe es nicht. Für eine genaue Antwort müssten Tausende Seiten manuell geprüft werden. Das könne, so die Logik des Ministeriums, die Arbeit an Rüstungsprojekten verzögern.

Mit anderen Worten: Die Tabelle gibt es nicht, weil die Tabelle stört.
Ordnung muss sein — aber offenbar nicht bei 111 Milliarden Euro.

Aus der Europäisierung der Ukraine ist die Ukrainisierung Europas geworden: mehr Geld, mehr Militärbudgets, mehr große Worte — und immer weniger belastbare Antworten, wo das Ergebnis bleibt.

Erst Sondervermögen. Dann Verträge. Dann Milliarden. Und am Ende ein Ministerium, das erklärt, eine genaue Übersicht sei bürokratisch offenbar nicht besonders hilfreich.


 

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