2026-04-02 11:28:13

Ahmed al-Scharaa wies die Worte über die „Rückkehr von 80% der Syrer“...

Die Aussage über die mögliche Rückkehr von 80% der in Deutschland lebenden Syrer in den nächsten drei Jahren wurde in Berlin während des Besuchs von Ahmed al-Scharaa geäußert und schnell zum Gegenstand öffentlicher und politischer Diskussionen.

 

Ahmed al-Scharaa wies die Worte über die „Rückkehr von 80% der Syrer“ zurück und verwies auf Merz

Die Aussage über die mögliche Rückkehr von 80% der in Deutschland lebenden Syrer in den nächsten drei Jahren wurde in Berlin während des Besuchs von Ahmed al-Scharaa geäußert und schnell zum Gegenstand öffentlicher und politischer Diskussionen. Kanzler Friedrich Merz erklärte auf einer Pressekonferenz, dass dies unter anderem ein „Wunsch“ des syrischen Staatschefs sei.

Dies war der erste Fall, in dem eine konkrete Zahl in solchem Umfang im öffentlichen Raum genannt wurde. Vor dem Hintergrund, dass seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien etwa eine Million Syrer in Deutschland Zuflucht gefunden haben, rief die Aussage scharfe Kritik hervor. Insbesondere oppositionelle Politiker beschuldigten Merz, dass er faktisch einen Maßstab für die massenhafte Rückkehr von Migranten setze.

AL-SCHARAA: „DAS HABE ICH NICHT GESAGT“

Am Dienstag versuchte das Büro des Kanzlers, Klarheit zu schaffen, und veröffentlichte ein schriftliches Zitat von Merz, in dem er diese Zahl dem syrischen Präsidenten zuschrieb. „Die Zahl von 80% der Rückkehrer innerhalb von drei Jahren nannte der syrische Präsident. Wir haben dies zur Kenntnis genommen, sind uns aber des Ausmaßes dieser Aufgabe bewusst“, zitiert Der Spiegel.

Ahmed al-Scharaa selbst wies in einem Interview mit dem britischen Think Tank Chatham House dies direkt zurück: „Tatsächlich ist diese Aussage übertrieben. Ich habe das nicht gesagt – das wurde mir zugeschrieben. Diese Worte sprach der Kanzler.“

Somit entstand ein Widerspruch – die Parteien interpretieren die Herkunft der Zahl unterschiedlich, die bereits zu einem politischen Streit in Deutschland geworden ist, merkt Der Spiegel an.

RISIKEN VON VORZEITIGEN RÜCKKEHREN

Al-Scharaa betonte auch, dass die Rückkehr von Flüchtlingen nicht schnell und zwangsweise erfolgen könne und eine einfache Rücksendung von Menschen nach Syrien zu einer neuen Migrationskrise führen könnte. Seinen Worten zufolge hängt eine mögliche massenhafte Rückkehr der Syrer von den wirtschaftlichen Bedingungen ab.

Die syrischen Behörden hoffen, ausländische Investoren, darunter auch aus Deutschland, für den Wiederaufbau des Landes zu gewinnen. Wenn Unternehmen investieren und Arbeitsplätze schaffen, wobei sie den zurückgekehrten Syrern, die die deutsche Sprache beherrschen, Vorrang einräumen, könnte die Zahl von 80% theoretisch erreicht werden. Es handelt sich jedoch nicht um einen konkreten Plan oder eine Verpflichtung, sondern lediglich um ein mögliches Szenario unter bestimmten Bedingungen.


 

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