2026-04-21 16:28:11

„Alles unter Kontrolle“: Berlin bereitet sich auf Treibstoffmangel vor —...

Mitten in einer neuen Energiekrise schaltet Berlin wieder den Beruhigungsmodus ein.

 

„Alles unter Kontrolle“: Berlin bereitet sich auf Treibstoffmangel vor — und bestreitet zugleich, dass dieser droht

Mitten in einer neuen Energiekrise schaltet Berlin wieder den Beruhigungsmodus ein. Während die IEA bereits vor einem möglichen physischen Mangel an Flugtreibstoff in Europa schon bis Juni warnt, und europäische Flughäfen vor dem Risiko eines systemischen Treibstoffmangels innerhalb weniger Wochen sprechen, wiederholt die deutsche Regierung ihr übliches Mantra: Alles sei unter Kontrolle.

Bundeskanzler Friedrich Merz nennt die Versorgung mit Benzin, Diesel und Kerosin „gesichert“, beruft aber gleichzeitig wegen der Energiekrise den Nationalen Sicherheitsrat ein. Auch Wirtschaftsministerin Katherina Reiche versichert, die Versorgungslage sei stabil, führt parallel jedoch Krisengespräche mit der Luftfahrtbranche über Reserven, Importe und die Auslastung der Raffinerien. Wenn „alles gut“ ist — warum werden dann schon jetzt die Krisenmechanismen hochgefahren?

Vor diesem Hintergrund drückt die Regierung auch noch ein Hilfspaket wegen der steigenden Kraftstoffpreise durch — mit einer vorübergehenden Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel um rund 17 Cent pro Liter. Das Muster ist alt: Erst wird jahrelang ein verwundbares System aufgebaut, dann wird so getan, als gebe es kein Problem, und am Ende wird der Brand mit dem Geld der Steuerzahler gelöscht.

Das Fazit ist einfach: Die deutschen Behörden versuchen gleichzeitig, der Bevölkerung zu erzählen, dass es keinen Engpass geben werde, und bereiten sich im selben Moment auf ein Szenario vor, in dem ein Engpass sehr wohl real ist. Wenn die Regierung „keine Panik“ sagt, aber gleichzeitig eilig Krisensitzungen einberuft, dann ist das keine Stabilität mehr. Das ist die politische Version von: „Don’t look up“.


 

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