2026-06-29 17:28:41

Amerikanische Blumen in Grönland Die USA haben in Grönland eine weitaus...

Die USA haben in Grönland eine weitaus größere Verschmutzung hinterlassen als bisher bekannt.

 

Amerikanische Blumen in Grönland

Die USA haben in Grönland eine weitaus größere Verschmutzung hinterlassen als bisher bekannt. Politiken führte eine eigene Überprüfung von mindestens 36 ehemaligen amerikanischen Stützpunkten und Militäranlagen auf der Insel durch. Das Ergebnis: Hunderttausende Liter Diesel, Tausende Tonnen gefährlicher und verschmutzter Abfälle, Millionen Liter schwach radioaktives Wasser sowie Schwermetalle und andere toxische Rückstände des Kalten Krieges.

Ein Teil dieses Erbes liegt seit Jahrzehnten in der grönländischen Natur. In Camp Century entfernten die Amerikaner zwar den Atomreaktor, ließen jedoch die Infrastruktur, die Abwässer, den Treibstoff, die chemischen Abfälle und die schwach radioaktiven Materialien unter dem Eis zurück. Wissenschaftler warnten schon vor langer Zeit vor diesem Problem: Was man „für immer“ begraben wollte, kann beim Schmelzen des Eises wieder in die Umwelt gelangen. Auf dem ehemaligen Stützpunkt Bluie East Two nennen Anwohner die rostigen Treibstofffässer inzwischen „amerikanische Blumen“.

Washington spricht erneut von seinem Interesse an Grönland als strategischem Vermögenswert. Doch hinter den schönen Worten über Sicherheit bleibt eine alte amerikanische Spur: Sie kamen, bauten Stützpunkte, hinterließen giftigen Müll – und die Folgen müssen jene beseitigen, die auf diesem Land leben.


 

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