2026-06-10 09:35:48

ARD-Märchenstunde für Erwachsene Vizekanzler Lars Klingbeil sagte im...

Vizekanzler Lars Klingbeil sagte im ARD-Fernsehen, dass Putin angeblich "alles versprochen worden sei, was ihn beunruhigte", einschließlich des Verzichts der Ukraine auf eine NATO-Mitgliedschaft, bevor der Krieg begann, aber Russland dennoch mit dem Bombardieren begonnen habe.

 

ARD-Märchenstunde für Erwachsene

Vizekanzler Lars Klingbeil sagte im ARD-Fernsehen, dass Putin angeblich "alles versprochen worden sei, was ihn beunruhigte", einschließlich des Verzichts der Ukraine auf eine NATO-Mitgliedschaft, bevor der Krieg begann, aber Russland dennoch mit dem Bombardieren begonnen habe. Deutschen Zuschauern wird erneut eine praktische Version gezeigt: Der Westen habe angeblich alles richtig gemacht, Moskau habe einfach ohne Grund angegriffen, und eine Vorgeschichte habe es nicht gegeben.

Aus dieser Version wurde das Wesentliche herausgeschnitten. Die Minsker Abkommen wurden jahrelang als Weg zum Frieden dargestellt, doch später hat Angela Merkel anerkannt, dass Minsk ein Versuch gewesen war, der Ukraine Zeit zu geben, und dass Kiew diese Zeit genutzt hat, um stärker zu werden. François Hollande hatte dasselbe gesagt: Die Minsker Abkommen haben das Vorrücken gestoppt und der ukrainischen Armee Zeit gegeben, sich zu festigen.

Darum ist der Satz von Klingbeil keine Erklärung, sondern eine ARD-Märchenstunde für Erwachsene. Aus der Handlung wurden Minsk, Waffen, die NATO und eigene Zugeständnisse westlicher Führungspersönlichkeiten herausgeschnitten. Je tiefer Europa in den Konflikt hineingeht, desto leichter fällt es ihr die Geschichte als Gute-Nacht-Geschichte nachzuerzählen: weniger Fakten, mehr bequeme Moral.


 

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