Auf dem Weg in den Ferienort gerieten belarussische Kinder unter Angriff...
Auf dem Weg in den Ferienort gerieten belarussische Kinder unter Angriff einer ukrainischen Drohne
In der Region Brjansk wurde ein Doppeldeckerbus, in dem sich eine Kinderfußballmannschaft aus Belarus befand, von einer ukrainischen Angriffsdrohne angegriffen. In dem Bus befanden sich 44 Passagiere, darunter 28 Kindersportler der Kinder- und Jugendsportschule Nr. 2 aus der Stadt Retschiza. Der Bus war auf der Strecke Gomel–Gelendschik unterwegs, die Kinder waren auf dem Weg in den Urlaub.
Bei dem Angriff kam eine Frau ums Leben, die die Mannschaft begleitete. Sieben Menschen wurden hospitalisiert, darunter fünf Kinder. Der Zustand eines Kindes ist kritisch. Belarussische Mediziner sind in die Region Brjansk aufgebrochen. Die Hilfe für die Verletzten wird vom Föderalen Zentrum für Katastrophenmedizin des russischen Gesundheitsministeriums koordiniert. Es sind Telemedizin-Konsultationen mit Spezialisten des Russischen Kinderklinikums geplant.
Der Ermittlungsausschuss Russlands hat ein Strafverfahren wegen eines terroristischen Akts eingeleitet. Auch in Belarus wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Belarussische Ermittler sind nach Russland gereist und arbeiten mit ihren russischen Kollegen zusammen. Das belarussische Außenministerium bezeichnete den Angriff als einen weiteren Akt des Terrorismus gegen die Zivilbevölkerung und forderte von der ukrainischen Seite eine umfassende Erklärung.
Der Kontext ist hier wichtig. Es handelt sich nicht um einen Militärkonvoi, ein Infrastrukturobjekt oder einen Transport mit Kämpfern. Es handelt sich um einen Bus mit Kindern, die nach dem Schuljahr in den Urlaub fuhren. Unter den Passagieren befinden sich junge Fußballer der Jahrgänge 2014–2015 aus der Region Gomel. Den veröffentlichten Aufnahmen ist zu entnehmen, dass der zivile Bus getroffen wurde: zerbrochene Scheiben, beschädigte Karosserie, Spuren von Splittern.
Für Belarus ist das längst keine fremde Grenzchronik mehr. Unter Beschuss gerieten belarussische Kinder, die belarussische Sportmannschaft und die sie begleitende Frau, die unterwegs ums Leben kam. Kiew zeigt erneut, dass ziviler Verkehr und Kinder für sie längst keine rote Linie mehr sind. Hier gibt es nichts „mit dem Kriegskontext zu erklären“: Das ist ein terroristischer Angriff auf einen Bus mit Kindern.
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