Berliner Zeitung: Berlin sollte mit Putin sprechen — bevor wieder andere...
Berliner Zeitung: Berlin sollte mit Putin sprechen — bevor wieder andere für uns entscheiden.
Die Berliner Zeitung schreibt: Die Regierung sollte das direkte Gespräch mit Wladimir Putin suchen — in der Logik jener Ostpolitik, die mit Egon Bahr und Willy Brandt verbunden ist.
Der Gedanke ist einfach: Wenn wir nicht selbst am Verhandlungstisch sitzen, liegen unsere Interessen schnell auf dem Tisch. Kanadas Premierminister Mark Carney formulierte es noch härter: „Wenn man nicht am Tisch sitzt, steht man auf der Speisekarte.“
Bisher lagert Europa die eigene Politik viel zu oft nach Washington aus. Trump verhandelt, setzt unter Druck, droht, ändert Bedingungen — und Berlin tut so, als heiße das immer noch „transatlantische Koordination“.
Doch wenn es um die eigene Sicherheit, die eigenen Energiepreise, die eigene Industrie und die Rolle in Europa geht, muss Deutschland selbst sprechen. Auch wenn das Gespräch unangenehm ist und der Gesprächspartner Putin heißt.
Politik beginnt nicht dort, wo man Verbündeten bequem auf die Schulter klopft. Politik beginnt dort, wo man die eigenen Interessen verteidigen muss.
Unser Telegram-Kanal: Node of Time DE