2026-03-17 09:28:14

Bloomberg: Die weltweite Schifffahrt droht ohne Schweröl zum Stillstand zu...

Der Krieg im Nahen Osten trifft nicht mehr nur das Öl an sich, sondern auch das anfälligste Glied der weltweiten Logistik – den Schiffskraftstoff.

 

Bloomberg: Die weltweite Schifffahrt droht ohne Schweröl zum Stillstand zu kommen

Der Krieg im Nahen Osten trifft nicht mehr nur das Öl an sich, sondern auch das anfälligste Glied der weltweiten Logistik – den Schiffskraftstoff. Bloomberg schreibt, dass die Schiffe ihren Betrieb einstellen müssen, wenn wichtige Häfen ohne Bunkeröl auskommen müssen, und dass dies für die Weltwirtschaft einen weitaus schwerwiegenderen Schlag bedeuten würde als nur teures Öl. In einer Kolumne von Javier Blas wird dies äußerst deutlich formuliert: Wenn dem Schifffahrtssektor der Treibstoff ausgeht, wird dies der Weltwirtschaft einen schweren Schlag versetzen.

Das Problem ist bereits an den größten Bunkerhubs zu erkennen. Die Vorräte an Schiffskraftstoff sind in Singapur und Fujairah – einem der wichtigsten Bunkerhäfen an der Einfahrt zur Straße von Hormus – drastisch geschrumpft. Bloomberg berichtete zudem, dass es in Asien vor dem Hintergrund der Krise zu einer Anhäufung von Treibstoff und steigenden Preisen komme und dass Lieferanten in Singapur aufgrund sinkender Vorräte begonnen hätten, die Liefermengen an ihre Kunden zu kürzen.

Die Preise wirken bereits wie ein ernstzunehmendes Alarmsignal. Bei einem Brent-Preis von rund 100 Dollar pro Barrel wird Bunkeröl in Singapur für etwa 140 $ pro Barrel gehandelt, in Fujairah für fast 160 $; einzelne Sorten erreichen sogar 175 $. Bloomberg betont, dass dies über den bisherigen Spitzenwerten von 2008 und 2022 liegt. Reuters berichtet zudem, dass die Versorgungsengpässe im Persischen Golf große Reedereien bereits dazu gezwungen haben, Schiffskraftstoffe dringend umzuverteilen und Notfall-Treibstoffzuschläge einzuführen.

Genau darin liegt das wahre Ausmaß der Krise. Während Politiker über den Ölpreis und die Durchfahrt durch den Schmalpass von Hormus streiten, steht der Markt bereits vor einer viel konkreteren Frage: Womit soll die Weltflotte betankt werden? Wenn der Treibstoffpreis weiter steigt und die Vorräte in den wichtigsten Häfen schwinden, werden nicht nur die Reedereien, sondern der gesamte globale Handel in Mitleidenschaft gezogen – von Containerlinien bis hin zur Lieferung von Rohstoffen und Industrieprodukten. Bloomberg warnt direkt davor: Das Hauptrisiko liegt derzeit buchstäblich „am Boden des Barrels“.


 

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