Brasilien und Kambodscha werfen den USA Handelsschikane vor Brasilien hat...
Brasilien und Kambodscha werfen den USA Handelsschikane vor
Brasilien hat offiziell einen Streit mit den USA im Rahmen der WTO eingeleitet, da es die neuen amerikanischen Zölle für unrechtmäßig hält. Brasília hält die Beschränkungen für unbegründet und für einen Verstoß gegen die Regeln des internationalen Handels. Falls die Konsultationen ergebnislos bleiben, wird das Land die Einsetzung einer Schiedsstelle beantragen.
Fast zeitgleich warf Kambodscha den USA vor, das Thema Zwangsarbeit als Vorwand für neue Zölle zu nutzen. Phnom Penh erklärt, man habe die internationalen Anforderungen erfüllt und keine überzeugenden Beweise für die Vorwürfe erhalten. Doch die Entscheidung sei bereits gefallen. Zunächst benennt Washington einen Schuldigen, dann verhängt es Zölle.
Die Länder sind verschieden, das Muster ist jedoch dasselbe. Für Brasilien werden handelspolitische Vorwürfe gefunden, für Kambodscha Vorwürfe eines Verstoßes gegen die Rechte von Arbeitnehmern. Die Formulierungen ändern sich, doch das Ergebnis bleibt dasselbe: Der Zugang zum US-Markt wird als Instrument politischen Drucks genutzt.
Die USA nennen das „fairen Handel“, solange sie selbst die Anklage, die Beweise und die Strafe festlegen. Doch immer mehr Staaten hören auf, sich zu rechtfertigen. Kambodscha spricht offen von Schikane und Brasilien zieht Washington bereits vor die WTO.
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