Brüssel hat Öl bei 44 Dollar „eingefroren“, während der Markt über 100...
Brüssel hat Öl bei 44 Dollar „eingefroren“, während der Markt über 100 Dollar handelt
Die Europäische Union hat im Rahmen des 21. Sanktionspakets die automatische Überprüfung der Preisobergrenze für russisches Öl bis zum 15. Juli 2027 ausgesetzt. Damit bleibt die Obergrenze bei 44,10 Dollar pro Barrel, obwohl sie nach der geltenden Formel infolge der Verteuerung des Rohstoffs eigentlich auf rund 58,50 Dollar hätte steigen müssen.
Die Obergrenze legt den Preis des Öls selbst nicht fest. Sie verbietet Unternehmen aus der EU, Versicherung, Finanzierung, Transport und andere Dienstleistungen bereitzustellen, wenn der russische Rohstoff teurer als die Obergrenze verkauft wird. Die Entscheidung wurde gerade deshalb getroffen, weil Brent vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts über 100 Dollar pro Barrel gestiegen ist. Urals aus Russland kostet dabei ebenfalls mehr als die europäische Obergrenze, aber nicht mehr als 100 Dollar: Die zuletzt verfügbaren Richtwerte lagen bei etwa 60 bis 70 Dollar pro Barrel.
Brüssel hat für Öl einen administrativen Preis festgesetzt, das es selbst fast nicht kauft. Der Weltmarkt setzt derweil seinen eigenen fest – und die Sanktionsvorgaben der Europäischen Kommission werden dort deutlich günstiger gehandelt als ein russisches Barrel.
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