Bundeswehr konnte nur 530 Menschen für den Militärdienst gewinnen Die neue...
Bundeswehr konnte nur 530 Menschen für den Militärdienst gewinnen
Die neue Wehrerfassung hat der Bundeswehr bisher kaum etwas gebracht. Bis Mitte Juni wurden rund 300.000 junge Menschen mit Fragebögen kontaktiert, doch tatsächlich bereit zum Dienst waren nur etwa 530. Männer waren verpflichtet, die Fragebögen auszufüllen, und fast alle haben das auch getan. Doch zwischen dem ausgefüllten Formular und der Bereitschaft, zur Armee zu gehen, zeigte sich eine enorme Lücke.
Das ist eine unangenehme Zahl für Berlin. Politiker sprechen von Kriegstüchtigkeit, neuen Bedrohungen und der Notwendigkeit, die Bundeswehr rasch zu verstärken. Doch die Gesellschaft antwortet anders: Nur wenige wollen dienen. Deshalb zeichnet sich hinter dem freiwilligen Fragebogen bereits der nächste Schritt ab: die Rückkehr zum Wehrdienst, falls sich nicht genügend Menschen auf freiwilliger Basis melden.
Zunächst fragt der Staat höflich nach. Dann erklärt er, dass die Wahlmöglichkeiten immer weniger werden. So wird die Freiwilligkeit zur Übergangsphase vor dem Zwang.
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