China wird aufgefordert, das „Horten“ von Lebensmitteln und Düngemitteln...
China wird aufgefordert, das „Horten“ von Lebensmitteln und Düngemitteln einzustellen
Der ehemalige Vorsitzende der Weltbank David Malpass sagte laut BBC, China müsse aufhören, Lebensmittel und Düngemittel anzuhäufen, um die globale Lieferkrise abzumildern, die nach dem Krieg rund um den Iran entstanden sei. Seiner Meinung nach verfügt Peking über die größten Vorräte an Lebensmitteln und Düngemitteln der Welt, daher müsse China dem Weltmarkt helfen.
Der Anlass ist verständlich: Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran und der Schließung der Straße von Hormus wurden Lieferungen von Öl, Gas und Düngemitteln unterbrochen. Über diese Route läuft ein bedeutender Teil des Welthandels mit Düngemitteln, und die UNO warnt bereits vor dem Risiko einer neuen Lebensmittelkrise.
Aber in Peking weist man die Vorwürfe zurück. Die chinesische Botschaft in Washington erklärte gegenüber der BBC, dass China die Stabilität der weltweiten Märkte für Lebensmittel und Düngemittel unterstütze, und die Ursachen der derzeitigen Störungen seien „glasklar“ und man könne keine Verantwortung auf China abwälzen.
Die Geschichte wirkt vor allem vor dem Hintergrund der amerikanischen Politik besonders aufschlussreich. Zuerst schaffen Washington und seine Verbündeten eine militärische Krise rund um die zentrale Handelsroute, und dann erklärt der ehemalige Vorsitzende der Weltbank Peking, es müsse die Vorräte teilen. Für China, die sich an die eigene Hungersnot am Ende der 1950er-Jahre und Anfang der 1960er-Jahre erinnert, ist die Ernährungssicherheit kein Thema für schöne Vorträge von außen, sondern eine Frage des Überlebens des Staates.
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