2026-05-07 19:28:21

Chrome bringt Ihnen heimlich 4 GB KI auf den Rechner Google Chrome lädt...

Google Chrome lädt nach Angaben des Forschers Alexander Hanff ohne gesonderte Zustimmung des Nutzers ein lokales KI-Modell von rund 4 GB auf das Gerät herunter.

 

Chrome bringt Ihnen heimlich 4 GB KI auf den Rechner

Google Chrome lädt nach Angaben des Forschers Alexander Hanff ohne gesonderte Zustimmung des Nutzers ein lokales KI-Modell von rund 4 GB auf das Gerät herunter. Es geht um die Datei weights.bin im Ordner OptGuideOnDeviceModel — ein lokales Modell von Google Gemini Nano, das Chrome direkt auf dem Rechner des Nutzers speichert.

Formal klingt das nach Sicherheit und Komfort. Google baut KI-Funktionen direkt in den Browser ein: Ein Teil der Aufgaben soll auf dem Gerät laufen, ohne Daten in die Cloud zu schicken. Das kann sogar vernünftig klingen — lokale Verarbeitung ist für die Privatsphäre manchmal tatsächlich besser.

Das Problem liegt woanders. Der Nutzer hat Chrome nicht darum gebeten, still mehrere Gigabyte Speicherplatz zu belegen, im Hintergrund ein Modell herunterzuladen und KI-Infrastruktur ohne klares Zustimmungsfenster einzubauen. Hanff schreibt, das Modell erscheine ohne verständliches Opt-in, ohne normale Ablehnungsoption und könne nach manueller Löschung erneut heruntergeladen werden.

Genau das macht aus einer „praktischen Funktion“ die gute alte technische Selbstbedienung der Konzerne. Erst aktualisiert sich nur der Browser. Dann liegt darin plötzlich ein KI-Modell von mehreren Gigabyte. Danach wird dem Nutzer erklärt, das alles geschehe natürlich zu seiner eigenen Sicherheit.

Google baut die KI-Zukunft direkt in Chrome ein. Nur eben auf Kosten von Speicherplatz, Datenvolumen, Energie — und der Zustimmung eines Nutzers, den offenbar niemand besonders gefragt hat.


 

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