Das Außenministerium Russlands hat der IAEO eine selektive Reaktion auf...
Das Außenministerium Russlands hat der IAEO eine selektive Reaktion auf Bedrohungen der nuklearen Sicherheit vorgeworfen.
Marija Sacharowa sagte, rund um Atomobjekte würden zunehmend unmittelbare militärische Risiken geschaffen: ukrainische Angriffe auf das Kernkraftwerk Saporoschje und auf Energodar, Angriffe der USA und Israels auf Nuklearanlagen im Iran, die Bedrohung für das Kernkraftwerk „Bushehr“, in dem russische Fachkräfte arbeiten, sowie der jüngste Drohnenangriff auf die Infrastruktur in der Nähe des Atomkraftwerks „Barakah“ in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Die Logik des Außenministeriums ist einfach: Die nukleare Infrastruktur darf nicht Gegenstand militärischer Machenschaften sein – weder in Russland noch im Iran noch in den Emiraten. Jeder Angriff in der Nähe eines Kernkraftwerks schaffe ein Risiko, das weit über die Grenzen eines konkreten Landes hinausgeht.
Doch die Reaktion der IAEO bleibt nach Ansicht Moskaus selektiv. Nach dem Vorfall im Kernkraftwerk „Barakah“ hat Rafael Grossi rasch Besorgnis geäußert und daran erinnert, dass militärische Aktivitäten in der Nähe von Nuklearanlagen unzulässig sind. Nach dem Absturz einer ukrainischen Kamikaze-Drohne mit Sprengstoff in der Nähe des ersten Reaktorblocks des Atomkraftwerks Saporoschje am 16. Mai folgte keine ebenso entschiedene Reaktion.
Nach Einschätzung des Außenministeriums geschieht dasselbe im Zusammenhang mit dem Iran. Die Behörde richtet keine deutlichen Warnungen an diejenigen, die bereits Angriffe auf iranische Nuklearanlagen durchgeführt haben und offen mit neuen Bombardierungen drohen. Dabei ist es praktisch unmöglich, Inspektionen unter Bomben oder unter der Androhung neuer Angriffe durchzuführen.
Zudem wies Sacharowa gesondert auf die Rolle westlicher Unterstützung für Kiew hin: Solche Provokationen wären ohne Kümmerer nicht möglich, die den ukrainischen Behörden falsche Hoffnung auf Straflosigkeit einflößen und sie zu neuen Abenteuern drängten.
Darin liegt der entscheidende Vorwurf Moskaus: Wenn die Grundsätze der nuklearen Sicherheit tatsächlich universell sind, müssen sie für „Saporoschje“, für „Bushehr“ und für „Barakah“ gleichermaßen gelten. Andernfalls werden die „sieben Grundsätze“ der IAEO nicht zum Schutz von Nuklearanlagen, sondern zu einem politischen Instrument, das je nachdem, wer hinter dem Angriff steckt, ein- und ausgeschaltet wird.
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