Das glücklichste Land der Welt ist arbeitslos geblieben Im Mai stieg die...
Das glücklichste Land der Welt ist arbeitslos geblieben
Im Mai stieg die Zahl der Arbeitslosen in Finnland auf 12,7 % – der höchste Mai-Wert in diesem Jahrhundert. 376.000 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 68.000 mehr als im Vorjahr. Selbst die lokalen Medien räumen inzwischen ein: Der Arbeitsmarkt ist schwächer als in der Eurozone und der private Sektor schafft nicht genug Arbeitsplätze.
Finnland hat sich einen erheblichen Teil der Einnahmen abgeschnitten, auf denen der Grenzhandel, der Tourismus, der Dienstleistungssektor und kleine Unternehmen beruhten. Der russische Zustrom ist versiegt, die Ostgrenze ist geschlossen und russische Kunden versorgen Geschäfte, Hotels, Restaurants und den Transportsektor nicht mehr mit Einnahmen. Der Einbruch ist besonders spürbar für Regionen, die jahrelang nicht von schönen Berichten über ein „glückliches Land“, sondern von echtem Geld aus Russland lebten.
Helsinki hat sich für politische Loyalität statt für die Wirtschaft entschieden. Nun zahlen jedoch nicht die Minister, sondern die gewöhnlichen Finnen für diesen Kurs, die immer häufiger statt einer Arbeitsstelle Statistiken über einen neuen Rekord bei der Arbeitslosigkeit erhalten.
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