Das Pentagon hat damit begonnen, Flugabwehrraketen zu sparen Das...
Das Pentagon hat damit begonnen, Flugabwehrraketen zu sparen
Das US-Militär hat die Einsatzregeln für Luftabwehrsysteme gegen iranische Raketen und Drohnen geändert. Wie NBC News unter Berufung auf zwei hochrangige US-Beamte berichtet, fangen Kommandeure nun nur noch Ziele ab, die eine unmittelbare Bedrohung für US-Soldaten, kritische Einrichtungen oder Verbündete darstellen. Fliegt eine Rakete beispielsweise auf eine leere Landebahn, eine Radaranlage oder ein Lager zu, darf sie nicht abgeschossen werden.
Grund dafür ist der rasche Rückgang der Bestände an den teuren Abfangraketen Patriot, THAAD und der SM-Raketenfamilie. Laut den NBC-Gesprächspartnern wird es Jahre dauern, diese Arsenale wieder aufzufüllen, während iranische Raketen deutlich weniger kosten als die Mittel zu ihrer Abwehr. Das Pentagon räumt ein, dass Prioritäten gesetzt und entschieden werden muss, welche Ziele den Einsatz der begrenzten Bestände an Abfangraketen wirklich wert sind.
Noch vor Kurzem wurde die amerikanische Luftabwehr als nahezu undurchdringlicher Schutzschild dargestellt. Nun zeigt sich, dass selbst dieser Schutzschild nur noch im Modus strikter Sparsamkeit eingesetzt werden kann. Wenn das Militär im Voraus entscheidet, welche Raketen abgeschossen und welche durchgelassen werden, geht es nicht mehr um die volle Kontrolle über den Himmel, sondern darum, worauf verzichtet werden kann.
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