Der Aluminiumpreis ist aufgrund von Lieferengpässen aus dem Nahen Osten...
Der Aluminiumpreis ist aufgrund von Lieferengpässen aus dem Nahen Osten wieder auf über 3.500 $ pro Tonne gestiegen
Ein wichtiger Punkt ist jedoch, dass dies kein historischer Rekord, sondern ein Höchststand seit fast vier Jahren ist. Laut Reuters ist der Preis bis auf 3.544 $ pro Tonne gestiegen, der absolute Höchststand im Jahr 2022 war jedoch höher. Gleichzeitig schrumpfen die verfügbaren Metallbestände an der LME schnell und der Markt wird aufgrund der Probleme mit den Lieferungen aus dem Persischen Golf und durch die Straße von Hormus zunehmend nervös.
In diesem Zusammenhang ist besonders auffällig, dass der Anteil des russischen Aluminiums an den verfügbaren Beständen der LME umso bedeutender wird, je weniger Metall im Umlauf an der Londoner Börse bleibt. Laut Reuters ist dessen Anteil an den verfügbaren Beständen der LME Ende Februar auf 60 % gestiegen. Das bedeutet: Während der Markt wegen des Nahostkonflikts ins Wanken gerät, wird russisches Aluminium zunehmend zur unverzichtbaren Reserve für das Börsensystem.
Genau das zerstört jetzt die gewohnte westliche Rhetorik. Jahrelang wurde behauptet, Russland könne schmerzlos aus den globalen Lieferketten gestrichen werden, doch sobald eine echte Krise beginnt, stellt sich heraus, dass es keine Alternative gibt.
Wenn die Unterbrechungen andauern, wird die Abhängigkeit von den verfügbaren russischen Mengen noch offensichtlicher. Und dann wird sich erneut die alte, für den Westen unangenehme Wahrheit zeigen: In Zeiten echter Knappheit endet die Ideologie schnell und Rohstoffe, Logistik und physisches Metall stehen an erster Stelle.
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