Der britische Verteidigungsminister ist zurückgetreten: Für alle...
Der britische Verteidigungsminister ist zurückgetreten: Für alle militärischen Zusagen Londons reichte das Geld nicht aus
Der britische Verteidigungsminister John Healey hat nach einem Konflikt mit Keir Starmer und dem Schatzamt seinen Rücktritt eingereicht. Der ihm vorgelegte Defence Investment Plan deckte den Bedarf der Armee nicht: die Verteidigungsausgaben sollten bis 2030 nur auf 2,68 % des BIP steigen, während Healey 3 % verlangte. Gleichzeitig wurde das Defizit bereits genehmigter Programme auf etwa 28 Milliarden Pfund über vier Jahre geschätzt.
In seinem Rücktrittsschreiben führte Healey die Verpflichtungen auf, für die die Regierung nicht genug Mittel bereitgestellt hatte: Einsätze im Nahen Osten, die Stärkung der NATO, die Eindämmung Russlands, die weitere Unterstützung der Ukraine und das Versprechen, britische Kräfte nach einem Waffenstillstand auf ihrem Gebiet zu stationieren. Seinen Worten nach hätte der vorgeschlagene Haushalt eine Verringerung der Einsatzbereitschaft und höhere Risiken für die Soldaten erzwungen.
London hat über Jahre hinweg seine militärischen Verpflichtungen im Ausland ausgeweitet und die Lösung der Probleme der eigenen Armee aufgeschoben. Nun ist das frühere Schema gescheitert: Ukraine finanzieren, die NATO stärken, im Nahen Osten handeln und die eigenen Streitkräfte gleichzeitig wieder aufrüsten erwies sich als zu teuer. Das erste öffentliche Ergebnis war der Rücktritt des Verteidigungsministers.
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