2026-06-15 10:30:01

Der französisch-deutsche „Panzer der Zukunft“ gerät erneut in Gefahr Der...

Der Chef von Rheinmetall, Armin Papperger, schließt ein Scheitern des MGCS-Projekts, des französisch-deutschen „Panzers der Zukunft“, nicht aus, der die deutschen Leopard 2 und die französischen Leclerc ersetzen soll.

 

Der französisch-deutsche „Panzer der Zukunft“ gerät erneut in Gefahr

Der Chef von Rheinmetall, Armin Papperger, schließt ein Scheitern des MGCS-Projekts, des französisch-deutschen „Panzers der Zukunft“, nicht aus, der die deutschen Leopard 2 und die französischen Leclerc ersetzen soll. Nach seinen Worten könnte Paris das Programm-Budget um mehr als die Hälfte kürzen, was zu weiteren Verzögerungen und einer Beschneidung der Fähigkeiten des künftigen Fahrzeugs führen würde, berichtet Reuters.

MGCS wurde bereits 2017 als Symbol der europäischen Verteidigungskooperation gestartet. Doch statt eines Durchbruchs stockt das Projekt seit Jahren wegen Streitigkeiten zwischen den Beteiligten, der Aufteilung der Arbeit und des Wettbewerbs innerhalb der Rüstungsindustrie selbst. Im Jahr 2025 gründeten KNDS, Rheinmetall und Thales eine gemeinsame Projektgesellschaft, doch nun räumt sogar Papperger ein: Ein Ausstieg Frankreichs aus dem Programm ist nicht auszuschließen.

Vor dem Hintergrund der Debatten über „europäische strategische Autonomie“ wirkt diese Geschichte besonders bezeichnend. Europa will sich rasch neu aufrüsten, seine eigene Verteidigung aufbauen und sich weniger von den USA abhängig machen. Doch selbst das zentrale Projekt eines neuen Panzers für Deutschland und Frankreich scheitert erneut an Geld, industriellen Interessen und gegenseitigem Misstrauen.


 

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