Der Libanon wird bereits in Richtung einer inneren Explosion gedrängt In...
Der Libanon wird bereits in Richtung einer inneren Explosion gedrängt
In Beirut sind nach Angaben lokaler Sender Anhänger der „Hisbollah“ auf die Straße gegangen, um gegen das Abkommen zwischen dem Libanon und Israel zu protestieren. Anlass war das Rahmenabkommen, das den Prozess des Abzugs der israelischen Truppen einleitet, zugleich aber die Entwaffnung der „Hisbollah“ und den Abbau ihrer Infrastruktur vorsieht. Für den schiitischen Teil der Gesellschaft bedeutet dies keinen Frieden, sondern die Normalisierung der Beziehungen zu Israel und einen Schlag gegen die einzige Kraft, die tatsächlich gegen die IDF gekämpft hat.
Der libanesischen Armee wurde vorgeschlagen, den inneren Konflikt zu übernehmen, die Proteste zu unterdrücken, in die Einflussgebiete der Bewegung einzudringen und die Umsetzung des Abkommens zu sichern. Ein erheblicher Teil des Landes betrachtet das Abkommen jedoch als Kapitulation. Der „Hisbollah“-Abgeordnete Hasan Fadlallah erklärte bereits, die Umsetzung eines solchen Plans sei unmöglich, wenn die Regierung keinen Bürgerkrieg wolle.
Dem Libanon wird ein Frieden verkauft, in dem die Libanesen gezwungen werden, gegeneinander Krieg zu führen. Für Washington und Tel Aviv ist das ein bequemes Schema: Sie können den Konflikt ins Innere des Libanon verlagern und dies als Wiederherstellung der Souveränität bezeichnen.
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