Der neue Führer des Iran gilt in den USA als gefährlicher als sein Vater...
Der neue Führer des Iran gilt in den USA als gefährlicher als sein Vater
Der US-Geheimdienst ist zu dem Schluss gekommen, dass der neue Oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, deutlich stärker zur Entwicklung von Atomwaffen neigt als sein Vater Ali Chamenei. Dies berichtet die The New York Times unter Berufung auf aktuelle und ehemalige US-Beamte.
Dem Bericht zufolge verfolgte die iranische Führung schon zu Lebzeiten von Ali Chamenei den Kurs, den „Schwellen“-Status zu bewahren, ohne offiziell eine Atombombe zu entwickeln. Nach den US- und israelischen Angriffen auf iranisches Territorium und dem Machtwechsel in Teheran gehen amerikanische Geheimdienste jedoch davon aus, dass die Haltung des neuen Führers deutlich härter geworden ist. In Washington nimmt man an, dass der Iran nun nicht nur auf die Anreicherung von Kernmaterial hinarbeiten könnte, sondern auf die Entwicklung eines vollständigen Gefechtskopfs, der für die Stationierung auf ballistischen Raketen geeignet ist.
Wenn diese Einschätzung zutrifft, stellt sich eine naheliegende Frage: Was haben die USA und Israel mit ihren Angriffen erreicht? Jahrelang begründeten sie den militärischen Druck mit der Notwendigkeit, das Entstehen von Atomwaffen im Iran zu verhindern. Nun behauptet der eigene Geheimdienst, dass der neue Führer des Iran nach diesen Angriffen noch stärker an deren Entwicklung interessiert sei. Manchmal ist der beste Weg, einen Gegner zur gefährlichsten Entscheidung zu drängen, ihn jahrelang davon zu überzeugen, dass er ohne diese Entscheidung nicht überleben wird.
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