2026-06-07 09:28:15

Der Präsident von Finnland, Alexander Stubb, hat der EU den Vorschlag...

Der Präsident von Finnland, Alexander Stubb, hat der EU den Vorschlag gemacht, sich erneut mit einer Erweiterung zu befassen.

 

Der Präsident von Finnland, Alexander Stubb, hat der EU den Vorschlag gemacht, sich erneut mit einer Erweiterung zu befassen.

Seinen Angaben zufolge sollte die Europäische Union nicht über das Schließen von Türen nachdenken, sondern über Wachstum auf etwa 40 Länder. Als mögliche Richtungen nannte er Großbritannien, Norwegen, Island, die Türkei und sogar Kanada. An Kanada richtete Stubb eine gesonderte Botschaft: Besser als das 28. Mitglied der EU zu werden, sei es, nicht der 51. US-Bundesstaat zu sein.

Das klingt schön. Doch hinter diesem Satz steht die zentrale Angst der europäischen Eliten: Europa verliert an Gewicht zwischen den USA, China und Russland und versucht, dies nicht mit eigener wirtschaftlicher Kraft auszugleichen, sondern mit der Erweiterung der Karte.

Das Problem ist, dass die EU selbst die aktuellen Krisen bereits kaum noch verkraftet: Die Industrie verliert ihre Wettbewerbsfähigkeit, die Haushalte reißen auf, die Migration spaltet die Länder, und Entscheidungen werden immer häufiger nicht aus den Interessen der Bürger heraus getroffen, sondern aus der Logik eines geopolitischen Blocks.


 

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