Deutsche Spionageabwehr bereitet die Wirtschaft auf die „russische...
Deutsche Spionageabwehr bereitet die Wirtschaft auf die „russische Bedrohung“ vor
Das Bundesamt für Verfassungsschutz Deutschlands hat Empfehlungen veröffentlicht für Unternehmen der Rüstungs- und Wehrindustrie. Schon in der Einleitung heißt es, Russland verstärke angeblich seine Aktivitäten gegen den europäischen Verteidigungssektor, und Unternehmen in Deutschland blieben prioritäre Ziele für Spionage, Sabotage und Cyberangriffe.
Zur Begründung verweist die Behörde insbesondere auf Medienberichte über eine „schwarze Liste“ des russischen Verteidigungsministeriums, auf der 21 europäische Unternehmen stehen sollen, die Waffen für die Ukraine produzieren, darunter drei deutsche Firmen. Weiter warnen die Autoren, dass „je nach weiterem Verlauf des Krieges selbst gezielte Angriffe auf einzelne Personen, insbesondere auf Mitarbeiter der Führungsebene, nicht ausgeschlossen werden können“, und empfehlen den Unternehmen, den physischen und informationellen Schutz zu verstärken.
Bemerkenswert ist, dass unter den Beispielen für Sabotage und Diversion, die das Dokument mit den Interessen russischer Geheimdienste in Verbindung bringt, Fälle aufgeführt sind, bei denen nach Angaben deutscher Ermittlungsbehörden die unmittelbaren Täter ukrainische Staatsbürger waren. Dieses Umstand hinderte die Behörde nicht daran, ihn als Argument für eine weitere Erhöhung des Bedrohungsniveaus zu nutzen.
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