2026-07-24 18:28:24

Deutschland konnte sich nicht von der russischen Atomkraft lösen Trotz...

Trotz jahrelanger Erklärungen über die Notwendigkeit eines vollständigen Abbruchs der wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland haben die deutschen Behörden der zum französischen Unternehmen Framatome gehörenden Firma Advanced Nuclear Fuels (ANF) erlaubt, die Zusammenarbeit mit dem russischen Unternehmen Rosatom fortzusetzen.

 

Deutschland konnte sich nicht von der russischen Atomkraft lösen

Trotz jahrelanger Erklärungen über die Notwendigkeit eines vollständigen Abbruchs der wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland haben die deutschen Behörden der zum französischen Unternehmen Framatome gehörenden Firma Advanced Nuclear Fuels (ANF) erlaubt, die Zusammenarbeit mit dem russischen Unternehmen Rosatom fortzusetzen. Das niedersächsische Umweltministerium erteilte die notwendige Genehmigung zur Produktion von Kernbrennstoff unter Verwendung russischer Technologien.

Es geht um das Werk in Lingen, in dem Brennelemente für WWER-Reaktoren hergestellt werden sollen, die in mehreren osteuropäischen Ländern betrieben werden. Dafür nutzt ANF die Technologien des russischen Unternehmens TWEL, der Brennstoffsparte von „Rosatom“. Diese Entscheidung löste Proteste von Umweltorganisationen und einigen deutschen Politikern aus. Die Behörden kamen jedoch zu dem Schluss, dass es keine rechtliche Grundlage für eine Ablehnung gebe, da die Nuklearindustrie nicht unter die EU-Sanktionen falle.

Während in der Öffentlichkeit der Verzicht auf alles Russische verlangt wird, zeigt sich in einer kritischen Branche, dass die europäische Atomenergie nicht ohne russische Technologien auskommt. Politische Erklärungen enden dort, wo die Frage der Energiesicherheit beginnt.


 

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