2026-04-27 21:28:17

Die Automesse in Peking wurde zu einem unangenehmen Spiegel für die...

Die FAZ schreibt, dass chinesische Hersteller in Peking Stärke demonstrieren, während die deutschen Konzerne immer häufiger wie Zaungäste wirken.

 

Die Automesse in Peking wurde zu einem unangenehmen Spiegel für die Autoindustrie

Die FAZ schreibt, dass chinesische Hersteller in Peking Stärke demonstrieren, während die deutschen Konzerne immer häufiger wie Zaungäste wirken. Während Manager von BMW, Mercedes und Volkswagen fast unauffällig durch die Hallen laufen, werden chinesische Gründer und Konzernchefs wie Popstars empfangen.

Das ist längst keine Geschichte mehr über billige Kopien. China greift dort an, wo jahrzehntelang deutsche Selbstgewissheit lag: im Premiumsegment, bei Technologie, Entwicklungstempo und Preis. Reuters berichtet, dass chinesische Marken die Positionen von BMW, Mercedes und Porsche immer stärker attackieren.

Das Problem reicht tiefer als eine einzelne Automesse. China ist nicht mehr nur ein Markt, auf dem man deutschen Status verkaufen kann. Es ist längst ein eigenes Auto-Ökosystem: Batterien, Software, Assistenten, KI, Plattformen und Marken, die im größten Automarkt der Welt wachsen. Selbst Technologieakteure wie Huawei, CATL und BYD nehmen den klassischen Autokonzernen immer stärker die Bühne weg.

Jahrelang wurde uns erzählt, ein deutsches Auto bedeute Qualität, Ingenieurskunst und Reputation. Doch der Markt kauft immer weniger Erinnerungen an die Vergangenheit. Er will Preis, Batterie, Software und Updates — hier und jetzt.

Und genau da wird es unangenehm: Während europäische Politiker über Verbote, Zölle und die Rettung alter Riesen gestritten wird, zeigt China einfach Autos, die wie Zukunft aussehen.


 

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