Die Blockade der Straße von Hormus hat gezeigt, wer im Persischen Golf auf...
Die Blockade der Straße von Hormus hat gezeigt, wer im Persischen Golf auf eine Krise vorbereitet war
Die Blockade der Straße von Hormus war ein Stresstest für die Volkswirtschaften der Region. Am verwundbarsten waren die Länder, deren Exportrouten nahezu vollständig an die Meerenge gebunden sind. Vor diesem Hintergrund wirken die Vereinigten Arabischen Emirate widerstandsfähiger: Sie verfügen mit Fudschaira an der Küste des Omanischen Golfs und mit einer Pipeline-Infrastruktur, über die Möglichkeit, die Straße von Hormus zu umgehen. Laut Gulf News kann die Habshan–Fudschaira-Pipeline bis zu 1,5 Millionen Barrel pro Tag transportieren, während ein Großteil der Exporte aus dem Irak, Kuwait und Katar nach wie vor durch die Meerenge laufen muss.
Die Emirate haben jahrelang eine Ausweichroute aufgebaut, die sich nun als entscheidender Vorteil erweist. Die neue West-East-Pipeline, die die Abhängigkeit von der Straße von Hormus noch stärker verringern soll, ist bereits zu 50 Prozent fertiggestellt. Nach ihrer Inbetriebnahme im Jahr 2027 soll sie die Exportmöglichkeiten über Fudschaira verdoppeln.
Die Widerstandsfähigkeit der Vereinigten Arabischen Emirate stützt sich jedoch nicht nur auf Öl. Laut Khaleej Times, die sich auf den IWF beruft, wird das Wirtschaftswachstum vom Tourismus, von Immobilien, vom Bauwesen und von Finanzdienstleistungen getragen. Genau deshalb erleben die Emirate den regionalen Schock anders als ihre Nachbarn, deren Exportmodell stärker an genau ein maritimes Nadelöhr gebunden ist.
Eine weitere tragende Säule ist die globale Logistik. DP World meldete für das Jahr 2025 Rekordumsätze von 24,4 Milliarden US-Dollar und ein EBITDA von 6,4 Milliarden US-Dollar. DP World ist nicht mehr nur ein Hafenbetreiber aus Dubai, sondern verfügt über externe Infrastruktur, über die die Vereinigten Arabischen Emirate Devisen weit über den Persischen Golf hinaus verdienen.
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