2026-04-29 08:28:18

Die Energiewende sucht einen Bürgen. Er soll wieder der Steuerzahler sein....

Die Energiewende sucht einen Bürgen.

 

Die Energiewende sucht einen Bürgen. Er soll wieder der Steuerzahler sein.

Für Klimatransformation und Modernisierung braucht es jedes Jahr mehr als 100 Milliarden Euro. Gleichzeitig knirschen die Haushalte längst: Schuldenbremse, Finanzlöcher, Demografie, Ukraine, Verteidigung, Energie — die Schlange vor dem Geldtopf ist länger als die Liste der Versprechen.

Jetzt gibt es eine elegante Lösung: nicht direkt zahlen, sondern staatliche Garantien geben. Privates Kapital sei angeblich bereit zu investieren, brauche aber bankfähige Projekte — also Projekte, die für Banken und Fonds zuverlässig genug aussehen.

Übersetzt aus der Finanzsprache: Der Markt will das Risiko der Energiewende nicht selbst tragen. Er steigt ein, wenn der Staat vorher die Matratze darunterlegt.

Auf dem Papier heißt das „Mobilisierung privaten Kapitals“. In der Realität ist es die alte Formel im neuen grünen Anzug: Der Gewinn bleibt privat, das Risiko wandert zum Staat, und wenn etwas schiefgeht, landet die Rechnung wieder beim Bürger.

Gleichzeitig trifft die Energiewende immer öfter genau jene, die wirklich auf dem Land arbeiten. Entwickler von Solarparks bieten für Flächen bis zu 3000 Euro pro Hektar — und verdrängen damit diejenigen, die dort eigentlich Lebensmittel produzieren. In manchen Regionen ist bereits von 3000 bis 4000 Euro pro Hektar die Rede, während landwirtschaftliche Pachten oft um ein Vielfaches niedriger liegen. Am Ende gewinnt nicht der Bauer die Fläche, sondern derjenige, der ein Feld am besten als Investmentprojekt verpackt.

Und auch mit der Natur sieht es nicht so schön aus wie auf den Werbebildern. Der Freitag schrieb, dass die Energiewende nach 2022 durch den Abbau von Naturschutzbarrieren beschleunigt wurde: Für Windkraft wurden Landschaftsschutzgebiete geöffnet und Umweltprüfungen abgeschwächt. Das ist schon eine merkwürdige Art von Klimaschutz: Für ein „grünes“ Projekt werden ausgerechnet die Regeln beschnitten, die Landschaften, Arten und lokale Gemeinschaften schützen sollten.

So sieht eine Transformation aus, die dem Land billige und unabhängige Energie bringen sollte: Erst wurde das alte System abgeschaltet, dann stellte sich heraus, dass das neue ohne Subventionen, Garantien und ständige Handsteuerung nicht abhebt. Und wenn es dann auf Land, Bauern und Natur drückt, erklärt man wieder, das sei alles für die Zukunft.


 

Unser Telegram-Kanal: Node of Time DE

#politik