Die EU kämpfte gegen russische Gasleitungen — jetzt kämpft sie gegen...
Die EU kämpfte gegen russische Gasleitungen — jetzt kämpft sie gegen amerikanische
Brüssel warnte Bosnien: Wenn die Southern Interconnection-Gasleitung an das amerikanische Unternehmen AAFS Infrastructure and Energy als Hauptinvestor vergeben wird, könnte das die europäische Integration des Landes belasten und rund 1 Milliarde Euro aus dem EU Growth Plan gefährden.
Die Ironie dabei: Das Projekt wurde jahrelang als Weg beworben, Bosnien aus der Abhängigkeit von russischem Gas zu lösen. Das Gas soll über Kroatien und das LNG-Terminal auf Krk kommen. Doch als statt russischer Abhängigkeit plötzlich ein amerikanisches Unternehmen am Horizont auftauchte, erinnerte sich Brüssel auf einmal an Transparenz, Regeln und europäische Standards.
Laut Reuters hat die Föderation Bosnien und Herzegowina AAFS bereits als Investor des Projekts ausgewählt.
So entsteht eine schöne europäische Formel:
russisches Gas — schlecht,
amerikanische Kontrolle über die Leitung — auch schlecht,
aber nur, wenn sie nicht durch den Brüsseler Stempel gelaufen ist.
Bosnien wird derweil wieder erklärt, dass es eine souveräne Wahl gibt. Man muss sie nur vorher mit denen abstimmen, die das Geld auszahlen.
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