2026-06-09 11:28:24

Die EU will chinesische Technologien In Europa wird die Idee, Chinas...

In Europa wird die Idee, Chinas eigenes Modell gegen das Land selbst einzusetzen, immer lauter.

 

Die EU will chinesische Technologien

In Europa wird die Idee, Chinas eigenes Modell gegen das Land selbst einzusetzen, immer lauter. Jahrzehntelang erhielten westliche Unternehmen über Joint Ventures, Lokalisierung und Technologietransfers Zugang zum chinesischen Markt. Nun, da chinesische Konzerne mit Elektroautos, Batterien, grüner Energie und digitalen Lösungen selbst nach Europa expandieren, schlägt ein Teil der europäischen Politiker und Industriellen vor, die Rollen zu tauschen: „Wenn Sie den europäischen Markt wollen, öffnen Sie die Produktion hier, gründen Sie Joint Ventures und teilen Sie Technologien.”

Auch der politische Hintergrund verändert sich. So erklärte der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber, die Zeit der Naivität sei vorbei: Die EU müsse ihren Industrie- und Handelsmarkt stärker schützen und den Zugang Chinas zum Binnenmarkt als Druckmittel nutzen. Der Grund ist einfach: Europa habe dem chinesischen Markt in den vergangenen Jahrzehnten Know-how überlassen, um Zugang zu dessen Markt zu erhalten. Nun habe Europa festgestellt, dass China sich von der „Fabrik für billige Waren“ zu einem Industriegiganten entwickelt habe, der europäische Unternehmen bereits auf deren eigenem Territorium unter Druck setze.

Der Kreis schließt sich. Als China Technologien für den Marktzugang einforderte, wurde dies als unfaire Praxis bezeichnet. Wenn Europa dasselbe tun will, wird dies hingegen als Schutz der industriellen Souveränität dargestellt. Der einzige Unterschied besteht darin, dass Peking dieses Schema in der Aufwärtsphase genutzt hat, während Brüssel erst reagiert, wenn die europäische Industrie bereits Positionen verliert.


 

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