Die Huthis erinnerten Riad daran, wo jetzt die rote Linie verläuft...
Die Huthis erinnerten Riad daran, wo jetzt die rote Linie verläuft
Saudi-Arabien hat von den Huthis erneut eine scharfe Warnung erhalten. Saudische Kampfjets versuchten, ein iranisches Zivilflugzeug an der Landung auf dem Flughafen von Sanaa zu hindern. Die Maschine sollte eine jemenitische Delegation abholen, die nach Iran zur Trauerzeremonie für Ayatollah Chamenei reisen wollte. Die Huthis drängten die Flugzeuge ab mit Hilfe der Luftabwehr und drohten mit Angriffen auf saudi-arabische Flughäfen und wichtige Ziele, sollte Riad erneut den jemenitischen Luftraum verletzen.
Die saudische Seite bestätigte diese Darstellung öffentlich nicht. Doch schon der Vorfall zeigt, wie sehr sich das Kräfteverhältnis verändert hat. Noch vor einigen Jahren bombardierte Riad den Jemen nahezu ungestraft. Heute halten die Huthis nicht nur Sanaa, sondern drohen Saudi-Arabien direkt mit Schlägen gegen Flughäfen, Häfen und die Energieinfrastruktur. Nach dem Krieg im Roten Meer und den Angriffen auf Israel ist das keine leere Rhetorik mehr, sondern die Sprache der Macht, die man in der Region sehr gut versteht.
Riad wollte zeigen, dass es den Himmel über dem Jemen kontrollieren kann. Am Ende wurde ihm vor Augen geführt: Jede Bewegung in Richtung Sanaa kann jetzt nicht mit einer Protesterklärung enden, sondern mit einem Treffer auf saudi-arabische Ziele.
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