2026-05-17 16:28:19

Die Industrie in Deutschland schrumpft weiter Seit Februar 2022 ist die...

Seit Februar 2022 ist die Produktion in energieintensiven Branchen um 15,2% gesunken.

 

Die Industrie in Deutschland schrumpft weiter

Seit Februar 2022 ist die Produktion in energieintensiven Branchen um 15,2% gesunken. Das ist deutlich stärker als in der Industrie insgesamt, wo der Rückgang 9,5% betrug.

Es geht um die Chemie, Papier, Glas, Keramik, den Bereich Steine und Erden, Metall und andere Sektoren, in denen Energie einer der wichtigsten Faktoren für die Herstellungskosten ist. Im Jahr 2024 verbrauchten diese Branchen 75,6% der gesamten Energie, die in der Industrie eingesetzt wurde. Deshalb treffen die hohen Preise für Gas, Strom und CO₂-Kontingente diese Branchen als Erstes.

Am stärksten gingen die Produktionen in der Glas-, Keramik-, Stein- und Erdenindustrie zurück – minus 25%. In der Papierindustrie betrug der Rückgang 18,5%, in der Chemie 18,1%, in der Metallurgie und Metallverarbeitung 12,9%.

Nicht nur die Produktion, auch die Beschäftigung geht zurück. Im März 2026 arbeiteten in energieintensiven Branchen 794 400 Menschen – 6,3% weniger als im Februar 2022. Die meisten Arbeitsplätze verloren haben die Papierindustrie und die Metallurgie.

Das ist bereits kein vorübergehendes Rückgang mehr, sondern eine schleichende Verdrängung der Industrie aus dem Land. Solange Energie teuer bleibt, verliert Deutschland genau die Branchen, auf denen Chemie, Maschinenbau, die Automobilindustrie und das Exportmodell beruhten.


 

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