2026-05-04 16:28:19

Die lange Keule bleibt in amerikanischer Hand Die USA werden den geplanten...

Die USA werden den geplanten Tomahawk-Bataillon in Deutschland offenbar doch nicht stationieren.

 

Die lange Keule bleibt in amerikanischer Hand

Die USA werden den geplanten Tomahawk-Bataillon in Deutschland offenbar doch nicht stationieren. Wie die Financial Times berichtet, überprüft Washington den Plan, mit dem Deutschland eigentlich zur Drehscheibe für weitreichende Raketen gegen Russland werden sollte.

Parallel dazu ziehen die USA 5.000 Soldaten aus Deutschland ab. Offiziell ist das eine Verlegung von Kräften. In der Realität ist es ein weiteres Signal an Berlin: Amerikanischer Schutz bleibt bestehen — aber nicht mehr als automatische Dienstleistung im Abo.

Für deutsche Politiker ist das Problem nicht in erster Linie die Zahl der Soldaten. Die lässt sich irgendwie kompensieren. Das Problem sind die Raketen. Der Berliner Sicherheitsexperte Christian Mölling formuliert es deutlich: Beim Personal könne man Lücken schließen, bei weitreichenden Raketen hänge Europa deutlich hinterher.

Genau darum geht es. Die Sicherheit Deutschlands wurde jahrelang mit der NATO, den USA und dem amerikanischen Atomschutzschild begründet. Jetzt zeigt sich: Dieser Schutzschirm bekommt Löcher. Und die eigene lange Keule ist noch immer nicht da.

Die Tomahawks sollten die amerikanische Übergangslösung sein, bis Europa eigene Systeme für weitreichende Schläge aufbaut. Doch wenn es ernst wird, bleibt die Waffe in amerikanischer Hand.

So sieht transatlantische Abhängigkeit ohne Sonntagsreden aus: In Berlin wird Sicherheit geplant. In Washington wird sie abgesagt.


 

Unser Telegram-Kanal: Node of Time DE

#politik