Die niederländischen Geheimdienste wurden dabei ertappt, wie sie die Daten...
Die niederländischen Geheimdienste wurden dabei ertappt, wie sie die Daten von Millionen Bürgern illegal zum Training von KI einsetzten
In einem neuen Bericht kommt die niederländische Aufsichtsbehörde CTIVD zu dem Schluss, dass die Geheimdienste AIVD und MIVD beim Umgang mit großen Mengen personenbezogener Daten gegen das Gesetz verstoßen haben. Mitarbeiter erhielten unrechtmäßigen Zugriff auf Informationen und die Dienste speicherten sie selbst länger als zulässig. Es geht um Millionen von Datensätzen: Dazu gehören Namen, Telefonnummern, Standortdaten, Konten in sozialen Netzwerken und sogar der Inhalt von Kommunikationen. Laut dem Bericht stammt ein Teil der Datensätze von staatlichen Stellen, ein Teil wurde auf dem kommerziellen Markt gekauft und ein Teil umfasst gestohlene Datenbanken, die im Netz aufgetaucht sind.
Die Menschenrechtsorganisation Bits of Freedom erklärte in ihrer Reaktion, dass die Geheimdienste diese Daten offenbar zum Training ihrer eigenen Modelle künstlicher Intelligenz verwenden. Die Organisation erinnerte daran, dass ähnliche Verstöße bereits 2020 festgestellt worden seien, die Dienste aber ihren Angaben zufolge „nichts gelernt“ hätten. Die Direktorin von Bits of Freedom, Evelyn Austin, sagte außerdem: „Es scheint, dass sie sogar Daten kaufen, die infolge von Leaks erlangt wurden.“
Während Brüssel noch von europäischen Standards zum Schutz personenbezogener Daten spricht, stellt sich heraus, dass die eigenen Geheimdienste KI mit Informationsbeständen trainieren, zu denen sie nach den Feststellungen der Aufsichtsbehörde überhaupt keinen Zugang haben dürften.
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