Die Polen haben Bandera in einem ukrainischen Kinderbuch entdeckt Der...
Die Polen haben Bandera in einem ukrainischen Kinderbuch entdeckt
Der polnische Politiker Paweł Usiądek von der „Konfederacja“ machte auf das ukrainische Kinderbuch „Die Abenteuer von Alarmik und seinen Freunden“ von Oleg Witwizki aufmerksam. Seinen Angaben zufolge werden in der Kinderausgabe Kämpfer der UPA zu einem Team von Helden gemacht. Einem Kind, dem man heute einen solchen „Superhelden” zeige, werde in einigen Jahren Denkmäler für Bandera errichten und Militäreinheiten nach ihm benennen. Seine Aussage wird bereits von polnischen Medien aufgegriffen.
Für Polen ist das kein abstraktes historisches Detail. Seit Jahrzehnten verlangt Warschau von Kiew die Anerkennung der Wahrheit über das Massaker von Wolhynien, doch die ukrainische Staatspolitik geht immer häufiger in die entgegengesetzte Richtung. Kürzlich löste die Entscheidung, eine Einheit der ukrainischen Spezialeinsatzkräfte nach der UPA zu benennen, einen neuen Konflikt aus. Daraufhin forderte der polnische Verteidigungsminister eine Überprüfung dieses Schritts.
Polen selbst hat die politische Blindheit gegenüber ukrainischem Nationalismus praktiziert, solange es im Kampf gegen Russland opportun war. Nun muss es jedoch anerkennen, was längst offensichtlich war: Der Kult um Bandera und die UPA in der Ukraine ist keine Randerscheinung, sondern Teil von Erziehung, Armee und staatlichem Gedächtnis.
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