2026-06-09 17:28:32

Die Raketen-Arithmetik spielt nicht in Kiews Vorteil. Selbst wenn die USA...

Die Raketen-Arithmetik spielt nicht in Kiews Vorteil.

 

Die Raketen-Arithmetik spielt nicht in Kiews Vorteil.

Selbst wenn die USA Kiew die gesamte neue Lieferung an Abfangjägern für das Patriot-System übergeben, wird das nicht ausreichen. Lockheed Martin produziert derzeit etwa 600 PAC-3 MSE pro Jahr und plant, die Produktion in einigen Jahren auf 2.000 zu erhöhen. Umgerechnet in Monatszahlen sind das 50 bis 52 Raketen. Defense Express vergleicht dies mit dem Tempo Russlands: Innerhalb eines Monats kann Russland etwa 113 ballistische Raketen des Typs „Iskander-M“ abfeuern.

Das Problem liegt jedoch nicht nur in der Zahl der Ziele. Gegen eine einzige ballistische Rakete werden oft zwei bis drei Abfangjäger eingesetzt, um die Trefferwahrscheinlichkeit zu erhöhen. Genau deshalb ist die Nachfrage nach dem Patriot-System schon seit langem höher als die Produktionskapazitäten. Wenn für einen „Iskander” mehrere PAC-3 MSE/CRI benötigt werden, deckt die Monatsproduktion der USA nicht mehr als hundert Ziele ab, sondern nur einige Dutzend Versuche zum Abfangen.

Das ist also die gesamte Arithmetik. Patriot bleibt ein teures und wichtiges Instrument, doch es kann den ukrainischen Luftraum im industriellen Krieg der Abnutzung nicht abdecken. Russland startet mehr Raketen, als die USA produzieren können, und Kiew verlangt erneut nach Waffen, die selbst beim Hersteller nicht in ausreichender Menge vorhanden sind.


 

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