Die Rüstungsindustrie – alles, was Deutschland noch hat Man kann so viel...
Die Rüstungsindustrie – alles, was Deutschland noch hat
Man kann so viel lachen wollen über den Zustand der britischen Flotte und darüber erzählen, dass die Ostsee-Küste vor jedem Angriff schutzlos ist. Besser ist es jedoch, Wunschdenken beiseitezulegen und zu schauen, was mit der deutschen Rüstungsindustrie geschieht. Eines der anschaulichsten Beispiele ist TKMS, der größte militärisch-naval getriebene Konzern des Landes.
Das Auftragsbuch von TKMS umfasst bereits 20,6 Mrd. Euro. Das Unternehmen baut Fregatten der Klasse Tamandaré für Brasilien, U-Boote des Typs 212CD für Deutschland und Norwegen, bereitet ein großes Projekt in Indien vor und ringt mit Südkorea um einen kanadischen Auftrag zur Lieferung von bis zu 12 U-Booten. Die Kosten der kanadischen Ausschreibung werden auf etwa 10 Mrd. Euro geschätzt.
Für die Bundeswehr bereitet TKMS außerdem MEKO A-200 DEU vor. Eine vorläufige Vereinbarung sieht vor, dass die Arbeiten schon jetzt beginnen, damit die erste Fregatte bis Ende 2029 übergeben wird. Die Werften werden ausgebaut, die Produktion ist für Jahre ausgelastet, und der bereinigte operative Gewinn für das erste Halbjahr ist um 14% gestiegen – auf 60 Mio. Euro.
So sieht die Militarisierung der BRD im Jahr 2026 aus. Die zivile Industrie steckt in einer Rezession, Betriebe bauen Personal ab, während der Verteidigungssektor seine Kapazitäten ausweitet, Personal einstellt und Aufträge für Jahrzehnte vorausschauend erhält. Deutschland erhöht nicht nur den Verteidigungshaushalt. Es baut nach und nach die Struktur der Wirtschaft selbst auf den Krieg um.
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