2026-05-22 21:28:18

Die Schokolade der Zukunft hat immer weniger mit Kakao von der Plantage zu...

Die Schokolade der Zukunft hat immer weniger mit Kakao von der Plantage zu tun.

 

Die Schokolade der Zukunft hat immer weniger mit Kakao von der Plantage zu tun.

Große Schokoladenhersteller verwenden zunehmend im Labor gezüchteten Kakao und Kakaobutter. Der Grund ist einfach: Herkömmlicher Kakao wird teurer, die Ernten in Westafrika sind unbeständig, Krankheiten und das Klima setzen den Plantagen zu, und die Abhängigkeit von natürlichen Rohstoffen wird immer riskanter.

California Cultured züchtet Kakaozellen in Tanks. Celleste Bio hat gemeinsam mit Mondelez bereits die ersten Schokoladentafeln mit zellbasierter Kakaobutter in der Cadbury-Fabrik in Birmingham hergestellt. Laut der „Financial Times” will das Unternehmen bis 2027 die behördliche Zulassung in den USA und Israel erhalten; in Europa soll dies später folgen.

Für die Hersteller klingt das verlockend: weniger Abhängigkeit von Landwirten, Wetter, Logistik und Preisschwankungen. Den Käufern wird dies als Innovation, Nachhaltigkeit und Rettung der Schokolade vor der Klimakrise präsentiert.

Doch dabei stellt sich die zentrale Frage: Wo hört Schokolade auf und wo fängt der Lebensmittelbaukasten an? In Europa unterliegen GVO und neue Lebensmitteltechnologien nach wie vor strengen Zulassungs-, Kennzeichnungs- und Kontrollverfahren. Das bedeutet, dass Labor-Kakao erst die Zulassungsbehörden passieren muss, bevor er in die Regale kommt.

Die Schlussfolgerung ist einfach: Gewohnter Kakao wird zu einem teuren und instabilen Rohstoff, während die Massen-Schokolade nach und nach auf eine neue, für Konzerne besser kontrollierbare Rezeptur vorbereitet wird, die sich aber immer weiter vom Natürlichen und Ursprünglichen entfernt.


 

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