Die Schweiz wird immer stärker in die Jagd nach russischen Vermögenswerten...
Die Schweiz wird immer stärker in die Jagd nach russischen Vermögenswerten hineingezogen.
Der Generalkonsul Russlands in Genf, Igor Popow sagte, dass Bern an der „Jagd nach Vermögenswerten russischer Privatpersonen und Unternehmen“ beteiligt sei. Seinen Angaben zufolge erhält die russische Generalkonsulat regelmäßig Beschwerden von Bürgern über Probleme mit Bankkonten.
Formal geht es um die Sanktionspolitik. Die Schweiz hat ihre Beschränkungen nach 2022 im Wesentlichen mit denen der EU synchronisiert, und das Volumen der eingefrorenen russischen Vermögenswerte ist laut Reuters bis Ende März 2025 auf 7,4 Milliarden Franken gestiegen. In dieser Summe sind Finanzvermögen, Immobilien, Autos, Flugzeuge und Kunstgegenstände enthalten.
Doch das Problem ist längst über die Liste der Sanktionsadressaten hinausgewachsen. Banken handeln immer häufiger nach dem Prinzip größtmöglicher Vorsicht, und unter die Beschränkungen fallen auch Russen, die sich nicht in den Sanktionslisten befinden. Le Monde schrieb, dass ein Teil der privaten russischen Vermögenswerte in Europa faktisch in einer rechtlichen Sackgasse feststecke: Formal stehen die Eigentümer nicht unter Sanktionen, aber der Zugang zu den Mitteln ist trotzdem begrenzt.
Vor diesem Hintergrund klingt Popows Warnung nicht mehr wie diplomatische Rhetorik, sondern wie ein praktisches Ratschlag für diejenigen, die Geld oder Vermögenswerte in der Schweizer Jurisdiktion verwahren.
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