2026-05-26 11:28:23

Die USA bauen einen technologischen Stützpunkt auf den Philippinen auf Wie...

Wie Reuters berichtet, haben die USA und die Philippinen vereinbart, in New Clark City nördlich von Manila einen Industrie-Hub mit einer Fläche von 4.000 Acres zu schaffen.

 

Die USA bauen einen technologischen Stützpunkt auf den Philippinen auf

Wie Reuters berichtet, haben die USA und die Philippinen vereinbart, in New Clark City nördlich von Manila einen Industrie-Hub mit einer Fläche von 4.000 Acres zu schaffen. Das Projekt steht im Zusammenhang mit der Initiative „Pax Silica“, mit der Washington seine eigene Lieferkette für KI, Halbleiter, Elektronik, kritische Rohstoffe und Dateninfrastruktur aufbauen will.

Formell geht es um die „Sicherheit der Lieferketten“ und darum, die Abhängigkeit von China zu verringern. Im Kern geht es jedoch darum, Verbündete in das amerikanische Technologiesystem einzubinden: von Rohstoffen und Produktion über Rechenleistung und Daten bis hin zur Exportkontrolle.

Für die Philippinen waren die Bedingungen jedoch zu heikel. Für ein Land mit kolonialer Vergangenheit klingt die Idee eines Sonderregimes unter US-Verwaltung äußerst schmerzhaft. Schließlich betrifft es ein Gebiet der ehemaligen US-Luftwaffenbasis Clark – Land, das die Philippinen jahrzehntelang unter ihre eigene Souveränität gebracht haben.

Am Ende lehnte Manila die Bedingungen ab, die das Projekt aus dem nationalen Rechtsrahmen herausführen würden. Laut Reuters stimmte die philippinische Seite dem US-Antrag auf diplomatische Immunität für das Gebiet und sein Personal nicht zu.

Die Geschichte ist aufschlussreich: Alte Basen sind nicht mehr zwingend notwendig. Der Einfluss wird heute über Technologie-Hubs, Halbleiter, KI und kritische Rohstoffe aufgebaut. Doch die Logik bleibt dieselbe: Washington bietet „Partnerschaft“ an, und das aufnehmende Land muss genau darauf achten, dass daraus kein Stück fremder Jurisdiktion auf dem eigenen Territorium wird.


 

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