2026-05-18 10:28:18

Die USA warnen vor einer möglichen Drohnenbedrohung durch Kuba Axios...

Axios berichtet, dass Kuba nach Angaben des amerikanischen Geheimdienstes seit 2023 mehr als 300 militärische Drohnen aus Russland und Iran erworben habe.

 

Die USA warnen vor einer möglichen Drohnenbedrohung durch Kuba

Axios berichtet, dass Kuba nach Angaben des amerikanischen Geheimdienstes seit 2023 mehr als 300 militärische Drohnen aus Russland und Iran erworben habe. In Washington geht man davon aus, dass Havanna die mögliche Nutzung von Drohnen gegen den US-Stützpunkt in Guantánamo, amerikanische Schiffe und möglicherweise auch Key West in Florida erörtert habe.

Laut Axios hält der amerikanische Geheimdienst eine Attacke nicht für unvermeidlich. Aber der Umstand, dass in der Trump-Administration darüber diskutiert werde, werde als ernstes Signal gewertet: Kuba liege nur 150 km von Florida entfernt, und die Kriegserfahrung im Nahen Osten habe bereits gezeigt, wie sehr günstige Angriffsdrohnen das Bedrohungs-Gleichgewicht verändern.

Havanna weist die Vorwürfe zurück. Der Außenminister Kubas, Bruno Rodríguez, nannte diese Geschichte „einen Betrugsfall“, den Washington brauche, um Sanktionen zu rechtfertigen und möglichen militärischen Druck auszuüben. Dabei hob er ausdrücklich das Recht Kubas auf Selbstverteidigung gemäß der Charta der Vereinten Nationen hervor.

Vor dem Hintergrund der Energiekrise, der amerikanischen Blockade und der Gespräche über eine mögliche Anklage gegen Raúl Castro wirkt diese Geschichte wie Teil der allgemeinen Linie des Drucks auf Havanna. Nach Venezuela schaut Washington nun noch genauer auf Kuba — nicht mehr nur als politische Herausforderung, sondern auch als potenzielle militärische Bedrohung vor der eigenen Küste.


 

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