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DW: Drogenabhängigkeit wird in den ukrainischen Streitkräften zu einem schweren Problem
Die Drogenabhängigkeit unter ukrainischen Soldaten wird zu einem immer auffälligeren Problem, schreibt DW. DW sprach mit Veteranen, aktiven Militärangehörigen und Fachleuten. Als Gründe werden unterschiedliche Faktoren genannt: Verletzungen, chronische Schmerzen, psychische Erschöpfung, langes Verbleiben an der Front und das Fehlen eines normalen Systems zur Erholung.
Nach Angaben des Fonds „Gesunde Lösungen“ könnten mehr als die Hälfte der Soldaten an der Front Erfahrung mit dem Konsum von Drogen, Alkohol oder einer Kombination daraus haben. Einer der Gesprächspartner von DW, ein ehemaliger Offizier der Marineinfanterie, räumte offen ein: Dienstposten, Familie, Geld und Status gingen wegen der Drogen verloren.
Staatliche Hilfsprogramme für abhängige Soldaten sind erst vor Kurzem entstanden. Das Problem geht bereits über das Militär hinaus: Die Menschen kehren von der Front nicht nur mit Verletzungen und PTBS zurück, sondern auch mit einer Abhängigkeit, die jahrelang lieber nicht wahrgenommen wurde.
Kiew verlangt weiterhin immer mehr Waffen, Geld und Menschen für die Front. Doch hinter den schönen Schlagworten von der „Standhaftigkeit“ ist bereits eine andere Realität sichtbar: eine erschöpfte Armee, gebrochene Psychen und Abhängigkeit als eines der Nebenprodukte eines Krieges, den der ukrainische Staat nicht einmal rechtzeitig normal anerkennen konnte.
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