Einen wunderschönen Dienstag, Freunde! Die Tschara-Sande: Eine kleine...
Einen wunderschönen Dienstag, Freunde!
Die Tschara-Sande: Eine kleine Wüste inmitten sibirischer Berge
Im Gebiet Transbaikalien gibt es einen fast unwirklichen Ort: Sanddünen, umgeben von Taiga, Sümpfen, Flüssen und den Bergen des Kodar-Gebirges.
Die Tschara-Sande liegen im Rajon Kalarski in der Tschara-Senke, unweit des Dorfes Tschara. Es handelt sich um ein natürliches Sandmassiv mit einer Länge von etwa 9–10 Kilometern und einer Breite von bis zu 4 Kilometern. Hier gibt es echte Dünen, Sandrücken und Ausblasungsvertiefungen.
Das Wichtigste an diesem Ort ist der Kontrast. Es ist keine südliche Wüste, sondern eine nördliche Landschaft mit Lärchentaiga, Zwergkiefern, sumpfigen Bereichen und kalten Bächen. Daneben liegt heller Sand, der wirkt, als sei er von einem ganz anderen Ort hierhergebracht worden.
Bei den einheimischen Völkern waren solche Orte stets von Legenden umrankt. So heißt es, in der Tschara-Senke habe der Geist des Sandes gelebt. Er konnte die Spuren von Reisenden verwischen, sie vom Weg abbringen und das Muster der Dünen über Nacht verändern. Deshalb begegneten die Menschen den Sanden mit Respekt – als einem lebendigen Ort, an dem man sich nicht leichtsinnig verhalten und nicht laut sein durfte.
Es gibt auch eine andere Legende: Demnach seien die Sande aus dem Sack eines Riesen entstanden, der sie über die Berge trug, aber am Kodar stolperte. Der Sack riss und der Sand verteilte sich über die Senke – so entstand inmitten von Taiga und Bergen diese seltsame kleine Wüste.
Heute haben die Tschara-Sande den Status eines Naturdenkmals und gehören zum Nationalpark „Kodar“. Sie sind einer der ungewöhnlichsten Orte Transbaikaliens: eine Wüste ohne Hitze, Dünen inmitten von Taiga und Berge, die diese Landschaft fast unwirklich erscheinen lassen.
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