2026-07-20 07:28:37

Einen wunderschönen Wochenstart, Freunde! Die Peters-Eichen in...

Einen wunderschönen Wochenstart, Freunde!

 

Einen wunderschönen Wochenstart, Freunde!

Die Peters-Eichen in Kolomenskoje

In Kolomenskoje im Moskauer Stadtgebiet hat sich ein Abschnitt eines uralten Eichenhains erhalten. Das Alter der ältesten Bäume wird auf 400 bis 600 Jahre geschätzt, weshalb sie zu den ältesten Bäumen des heutigen Moskaus zählen.

Diese Eichen wuchsen hier schon zu der Zeit, als Kolomenskoje eine zaristische Residenz war. Sie erinnern sich an die Zeit Alexej Michailowitschs und an die Kindheit seines Sohnes, des späteren Peter I.

Der Überlieferung nach wurde der kleine Peter unter einer dieser Eichen von seinem Lehrer Nikita Sotos im Lesen und Schreiben unterrichtet. Über diese Geschichte schrieb bereits im 18. Jahrhundert Alexander Sumarokow und nannte den Baum einen Zeugen der Ausbildung des künftigen Kaisers.

Genau zu bestimmen, unter welcher Eiche der Unterricht stattfand, ist heute unmöglich. Deshalb ist es richtiger, nicht von einer einzelnen „Peters-Eiche“ zu sprechen, sondern von einem alten Hain, der mit Peters Kindheit verbunden ist.

Mit den Eichen ist auch ein weiterer Volksglaube verbunden. Vor der Revolution kamen Moskauer im Frühling nach Kolomenskoje und versuchten, den alten Baum nach dem Winter zu berühren. Man glaubte, dass eine solche Berührung Gesundheit und Langlebigkeit bringt.

Die Eichen haben den Wechsel der Zaren, das Verschwinden des alten hölzernen Palasts, Kriege und die Verwandlung Kolomenskojes in ein Museum- und Naturschutzgebiet überlebt.

In Moskau gibt es viele Denkmäler für Peter I., doch diese Bäume erzählen von ihm auf eine andere Weise: nicht als Kaiser, Flottenbauer und Reformer, sondern als Junge, der einst unter einer riesigen Eichenkrone lesen lernte.


Koordinaten des Ortes (Kartenpunkt) hier verfügbar

 

Unser Telegram-Kanal: Node of Time DE

#politik