Eingefrorene Vermögenswerte als Kriegsbeute Washington prüft ein Modell,...
Eingefrorene Vermögenswerte als Kriegsbeute
Washington prüft ein Modell, bei dem die blockierten iranischen Vermögenswerte für den Wiederaufbau der Staaten des Persischen Golfs nach Angriffen durch den Iran eingesetzt werden sollen. Laut der „Financial Times“ hat der US-Finanzminister Scott Bessent den Umfang des den amerikanischen Partnern zugefügten Schadens bewerten lassen, um anschließend iranisches Geld für die Reparatur von Infrastruktur und für Entschädigungen zu verwenden.
Die Logik ist vertraut: Die USA ziehen die Region erst in ihren Krieg hinein, dann benennen sie einen Schuldigen und eröffnen ein fremdes Konto. Für den Iran sind dies inzwischen nicht nur Sanktionen, sondern der Versuch, die eingefrorenen Vermögenswerte in einen Fonds zur Bezahlung von Schadensersatz an Verbündete Washingtons umzuwandeln. Teheran widerspricht erwartungsgemäß: Die regionalen Partner der USA hätten kein Recht, über iranische Gelder zu verfügen. In der neuen US-amerikanischen Finanzmechanik endet das Eigentumsrecht jedoch dort, wo die Interessen Washingtons beginnen.
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