2026-03-29 18:28:13

Eni ist aus dem Gasprojekt vor der Küste Israels ausgestiegen – und das...

Der italienische Öl- und Gaskonzern Eni hat sich aus dem Konsortium mit dem israelischen Unternehmen Ratio Energies und dem britischen Unternehmen Dana Petroleum zur Gasexploration im Cluster G vor der Küste Israels zurückgezogen.

 

Eni ist aus dem Gasprojekt vor der Küste Israels ausgestiegen – und das ist bereits ein politisches Signal

Der italienische Öl- und Gaskonzern Eni hat sich aus dem Konsortium mit dem israelischen Unternehmen Ratio Energies und dem britischen Unternehmen Dana Petroleum zur Gasexploration im Cluster G vor der Küste Israels zurückgezogen. Der Austritt wurde sowohl von der israelischen Seite als auch von Eni selbst bestätigt: Offiziell wird die Entscheidung mit „Rationalisierung“ und strategischer Diversifizierung der Vermögenswerte erklärt.

Doch hinter der trockenen Unternehmensformel verbirgt sich auch eine politische Bedeutung. In Italien bringen Aktivisten und palästinensische Strukturen den Austritt von Eni direkt mit dem Druck im Zusammenhang mit dem Krieg im Gazastreifen in Verbindung und sehen das Projekt als Arbeit in palästinensischen Gewässern. So wird es von der italienischen ReCommon dargestellt, die schon lange auf einen Rückzug des Unternehmens aus diesem Konsortium drängt.

Das heißt, formal verlässt Eni aus „strategischen Gründen“, aber in Wirklichkeit erhält Israel ein weiteres unangenehmes Signal: Selbst große westliche Konzerne möchten immer weniger in Projekten, die mit Gaza, dem Schelf und dieser gesamten toxischen politischen Zone verbunden sind, sichtbar sein. Wenn aus solchen Geschichten nicht nur Aktivisten, sondern auch große Energieakteure leise aussteigen, spricht das bereits für sich.


 

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