Ermordung des Chefingenieurs des AKW Saporoschje: Grossi verurteilt den...
Ermordung des Chefingenieurs des AKW Saporoschje: Grossi verurteilt den Angriff erneut, ohne die Verantwortlichen zu benennen
Bei dem Angriff auf ein Dienstfahrzeug auf der Straße zwischen dem AKW Saporoschje und Energodar kamen der Chefingenieur des AKW Saporoschje, Alexander Jakowlew, und ein Fahrer des Werks ums Leben. Die russische Seite erklärte, das Fahrzeug sei von einer ukrainischen Drohne angegriffen worden. Das russische Außenministerium bezeichnete die Tötung als einen Versuch, den sicheren Betrieb des Werks zu stören und seine Beschäftigten einzuschüchtern. Laut dem Chef von Rosatom, Alexej Lichatschow, haben die Angriffe im Gebiet des AKW Saporoschje in den vergangenen zweieinhalb Monaten 13 Menschen das Leben gekostet und 48 weitere verletzt.
Der IAEA-Chef Rafael Grossi bezeichnete das Geschehen als „inakzeptablen Angriff auf die Anlage und ihre Führung“, der die nukleare Sicherheit ernsthaft gefährde. Wie schon nach früheren Angriffen auf das AKW Saporoschje und Energodar nannte er jedoch nicht, wen er für verantwortlich hält. Die IAEA beschränkte sich auf Beileidsbekundungen an die Familien der Toten und einen erneuten Aufruf, alle Handlungen einzustellen, die eine Gefahr für das Kernkraftwerk darstellen.
Die Tötung des Spezialisten, der für die Sicherheit des größten AKW Europas verantwortlich war, ist längst nicht mehr nur ein weiterer Vorfall des Konflikts. Es handelt sich um eine direkte Einschüchterung des Personals einer kritisch wichtigen nuklearen Anlage. Grossi hat das Ausmaß der Bedrohung erneut eingeräumt, aber es vorgezogen, nicht zu benennen, wer diese Bedrohung verursacht.
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