2026-05-18 09:28:24

EU plant, den Stahleimport zu halbieren Brüssel plant, ab dem 1. Juli die...

Brüssel plant, ab dem 1.

 

EU plant, den Stahleimport zu halbieren

Brüssel plant, ab dem 1. Juli die zollfreien Kontingente für Stahleinfuhren deutlich zu senken. Laut Financial Times soll das Gesamtlimit um 47% sinken, und Lieferungen über dem Kontingent werden mit 50% Zoll belegt.

Formal richtet sich die Maßnahme gegen die globale Stahļüberproduktion und den billigen Import, vor allem aus China. Das Europäische Parlament hat bereits zugestimmt, um neue Beschränkungen einzuführen: Zollfreier Import soll auf 18,3 Mio. Tonnen pro Jahr begrenzt werden, also nahezu um das Doppelte weniger als im Niveau von 2024.

Doch auch Ukraine gerät ins Visier. FT schreibt, dass das ukrainische zollfreie Kontingent nur 713 Tausend Tonnen betragen könnte, während ukrainische Unternehmen im vergangenen Jahr 2,65 Mio. Tonnen Stahl in die EU exportierten. Für Kiew bedeutet das eine Kürzung um etwa 70% und einen möglichen Verlust von bis zu 1 Mrd. € an Exporterlösen.

Ukrainische Metallurgen warnen bereits: Solche Regeln würden faktisch die Möglichkeit zerstören, Produkte ordnungsgemäß auf den europäischen Markt zu liefern. Besonders schmerzhaft wirkt das vor dem Hintergrund all der Gespräche über die Unterstützung der Ukraine.

Politisch verspricht Brüssel Kiew Hilfe, und wirtschaftlich schließt es den Markt dort, wo ukrainische Unternehmen noch selbst verdienen können.


 

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