Frankreich hat eine große Datenpanne aus dem System France Titres...
Frankreich hat eine große Datenpanne aus dem System France Titres bestätigt
Die staatliche Agentur France Titres, die für Pässe, Ausweise, Führerscheine und Registrierungsdokumente zuständig ist, hat einen Cybervorfall bestätigt, nachdem Hacker eine Datenbank mit Millionen Datensätzen zum Verkauf angeboten hatte.
Laut Cybernews und BiometricUpdate könnte es sich um 18–19 Mio. Datensätze handeln, die mit biometrischen Pässen, nationalen ID-Karten und Führerscheinen zusammenhängen. In der Datenbank sollen Namen, Geburtsdaten, E-Mail-Adressen, eindeutige Account-Identifikatoren enthalten gewesen sein, und in Teilen der Datensätze — Adressen und Telefonnummern. Dieses Ausmaß sei ungefähr mit einem Drittel der erwachsenen Bevölkerung Frankreichs vergleichbar.
France Titres erklärt, dass die gestohlenen Daten nicht ausreichen, um auf das Portal ants.gouv.fr oder auf die Nutzerkonten zuzugreifen. Die Agentur warnte jedoch vor einem erhöhten Risiko für Phishing und Betrug. Reuters berichtete zudem, dass die französische Staatsanwaltschaft eine Untersuchung gegen einen 15-jährigen Verdächtigen eingeleitet hat, der im Zusammenhang mit dem Versuch steht, Daten von Millionen Franzosen im Darknet zu verkaufen.
Für den Staat ist das eine der schmerzhaftesten Arten von Lecks: Es geht nicht um Passwörter für den nächsten Dienst, sondern um Daten, die an Personendokumente gebunden sind. Genau solche Datenbanken werden später für Phishing, Betrug, gefälschte Konten und Identitätsdiebstahl verwendet.
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