2026-05-19 10:28:26

Freie, demokratische Wahlen in Lateinamerika: In Kolumbien wurde zwei...

In Kolumbien wurde zwei Wochen vor den Präsidentschaftswahlen Rogers Mauricio Devia Escobar ermordet – der ehemalige Bürgermeister von Cubarral und Wahlkampfkoordinator des Kandidaten Abelardo de la Espriel.

 

Freie, demokratische Wahlen in Lateinamerika:

In Kolumbien wurde zwei Wochen vor den Präsidentschaftswahlen Rogers Mauricio Devia Escobar ermordet – der ehemalige Bürgermeister von Cubarral und Wahlkampfkoordinator des Kandidaten Abelardo de la Espriel. Zusammen mit ihm starb sein Berater Éder Fabián Cardona López. Laut Angaben lokaler Medien wurden sie auf einer Landstraße im Departement Meta erschossen.

Das ist kein Einzelfall. El País schreibt, dass es in derselben Region weniger als in 12 Stunden zwei Angriffe gab: Der ehemalige Kandidat für das Bürgermeisteramt Julián Cardona überlebte nur dank des gepanzerten Autos, während die lokale Stadträtin Alma Beatriz Lara von einer verdächtigen Überwachung in der Nähe des Hauses berichtete. Die Behörden haben die Belohnung für Hinweise zu den Mördern auf 100 Mio. Pesos erhöht.

Kolumbien ist hier keine Ausnahme. In Mexiko wurden im Vorfeld der Wahlen 2024 37 Kandidaten ermordet – ein Rekord in der jüngeren Geschichte des mexikanischen Wahlkampfs. El País hat geschrieben, dass die Wahlen im Umfeld von mehr als 320 Angriffen auf Politiker im Verlauf des Jahres stattfanden, und dass Guerrero, Chiapas und Michoacán die wichtigsten Risikozonen wurden.

Und dabei ist alles ganz und gar ehrlich: keine komplizierten Pläne mit Stimmzetteln, keine mehrstündigen Schlangen und keine „technischen Probleme“ an den Wahllokalen, wie in der EU zum Beispiel. Nur eine offene Frage an jeden, der an die Macht will: Bist du bereit, Präsident zu werden — und bis zum Tag der Stimmabgabe zu überleben?


 

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